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Ernährung, was bedeutet das überhaupt? Aus Sicht unseres Körpers dient Ernährung dazu, uns mit den nötigen Nähr- und Vitalstoffen zu versorgen. Doch unser Kopf will oftmals anders. Wer isst schon ausschließlich Lebensmittel, von denen er weiß, dass sie gut für den Körper sind? Spricht man mit den Leuten über eine Ernährungsumstellung, so fällt häufig der Satz: „Ich möchte alles essen dürfen.“ Wobei das aber noch ziemlich diplomatisch formuliert ist, denn eigentlich wollen die Leute nicht „alles“ essen dürfen, sondern speziell die Lebensmittel, von denen sie wissen oder glauben, dass sie ungesund seien.

Das Problem liegt darin, dass Essen und dessen biologischer Sinn in unseren Köpfen voneinander entkoppelt sind. Es weiß zwar jeder das ein oder andere über Ernährung, aber das ist meist das letzte, woran wir beim Essen denken.

Wie unlogisch wir damit handeln, wird in seinem ganzen Ausmaß erst ersichtlich, wenn wir die gleiche Handlungsweise einmal auf andere Alltagssituationen übertragen:

Niemand würde auf die Idee kommen zu sagen „Mein Auto soll alles tanken dürfen“ und dann Waldmeisterbrause in den Tank schütten. Warum eigentlich? Was die Waldmeisterbrause mit dem Auto anstellt, ist doch kein bisschen schlimmer, als das, was unsere moderne Ernährung mit unserem Körper anstellt. Die Unannehmlichkeiten, die uns dadurch entstünden, sind auch nicht größer als die Unannehmlichkeiten, die uns durch inadäquate Ernährung entstehen. Es ist sogar eher das Gegenteil der Fall: Statistisch gesehen, wechselt der Deutsche sowieso mehrmals im Leben seinen PKW, für den Körper gibt es hingegen keinen Ersatz. Trotzdem versucht man beim Auto, die unnötigen Unannehmlichkeiten zu vermeiden, beim eigenen Körper dagegen nicht.

Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass Tanken von unserem Gehirn unmittelbar mit dessen Sinn in Verbindung gebracht wird. Wir betrachten es als zweckdienliche Handlung.

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Das Bodyfit Ernährungskonzept

Die richtige Ernährung für einen ästhetischen und leistungsfähigen Körper: Das Bodyfit Ernährungskonzept
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Das ist so, weil Tanken uns keinerlei Genuss bereitet, Essen und Trinken dagegen schon. Der Genussfaktor hat für uns einen überragenden Stellenwert. Ein flüchtiger Genussmoment, der gerademal wenige Sekunden während des Kauens anhält, scheint uns tausendmal wichtiger zu sein, als unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit, die uns durch ein ganzes Leben begleiten. Dabei sind es die Gesundheit und Leistungsfähigkeit, die unsere Lebensqualität bestimmen. Doch zum Glück lässt es sich über eine ruinierte Gesundheit hinwegtrösten, indem man einfach noch mehr ungesunde Speisen isst. Diese machen schließlich für ein paar Sekunden „glücklich“.

Wenn du an einem gesunden, leistungsfähigen und ästhetischen Körper interessiert bist, ist es unumgänglich, dass du die Bedürfnisse deines Körpers in den Mittelpunkt stellst. Du musst lernen, Ernährung auch als Zweckdienliche Handlung zu begreifen. „Waldmeisterbrause in den Tank zu schütten“ bringt dich nicht weiter.

Das bedeutet keineswegs, dass du auf Genuss verzichten müsstest. Genuss und Zweckdienlichkeit lassen sich problemlos unter einen Hut bringen. Es gibt jede Menge Lebensmittel da draußen, die sowohl schmecken, als auch deinem Körper gut tun. Viele davon hast du vielleicht noch gar nicht kennen gelernt. Einigen gegenüber hast du vielleicht sogar Vorurteile und glaubst, dass sie nicht schmecken würden. Deshalb ist es wichtig, dass du Lebensmitteln aufgeschlossen und unvoreingenommen gegenüber stehst. Andernfalls würde dein Gehirn bloß versuchen, die Vorurteile zu bestätigen. Naturbelassene, kohlenhydratärmere Nahrung wird möglicherweise andere geschmackliche Qualitäten aufweisen als die Ernährung, die du bisher gewohnt bist – jedoch keinesfalls schlechtere!

Selbstzubereitete Speisen aus naturbelassenen Lebensmitteln schmecken oftmals sogar besser als Industrielebensmittel. Wenn du nicht bloß eine Packung aufgerissen hast, sondern selbst etwas dafür tun musstest, dass ein Gericht gelingt, dann wird dir dieses automatisch besser schmecken. Du wirst zufrieden und stolz auf deine Leistung sein. Du wirst den Augenblick des Triumphes voll auskosten wollen, indem du versuchst, den Geschmack in all seinen feinen Nuancen wahrzunehmen. Du wirst viel intensiver essen und genießen als sonst. Das gilt erstrecht, wenn du zum Kochen ohne die Beihilfe künstlicher Fix-Beutelchen auskommst, sondern selbst für den Geschmack verantwortlich bist.

Überhaupt ist es so, dass viele Leute geradezu Angst vor einer Ernährungsumstellung haben, weil sie dadurch eine Genusseinbuße befürchten. Tatsächlich genießen sie aber 90% ihrer Mahlzeiten überhaupt nicht. Ein Lebensmittel gewohnheitsmäßig und beiläufig zu verzehren, ist kein Genuss. Man nimmt in diesem Fall den Geschmack gar nicht richtig wahr. Es schmeckt eben so, wie es schmeckt. Oftmals kann man hinterher nichtmal genau sagen, wonach. Genuss kann sich aber nur entfalten, wenn du dich voll und ganz auf den Geschmack einlässt. Genuss bedeutet Achtsamkeit, den Moment mit all seinen Facetten voll und ganz wahrnehmen und auskosten. Wer gesunde Speisen bewusst genießt, hat mehr davon als jemand, der Industrienahrung einfach nur in sich hineinschaufelt.

Ein weiterer sinnvoller Schritt besteht darin, den Denkalgorithmus zur Nahrungsauswahl umzukehren. Wenn du bei der Auswahl als erstes denkst „Was würde mir jetzt schmecken?“, dann werden hauptsächlich ungesunde Lebensmittel in die engere Auswahl fallen. Falls du anschließend überhaupt noch denkst „Was davon enthält Sachen, die mein Körper braucht?“, wirst du feststellen, dass die meisten dieser Lebensmittel bereits aus der Auswahl eliminiert wurden. Denkst du dagegen zuerst „Welche Lebensmittel enthalten Sachen, die mein Körper braucht?“ und anschließend „Was davon würde mir jetzt schmecken?“, dann wirst du feststellen, dass es viele Sachen gibt, die dir schmecken, an die du vorher gar nicht gedacht hast. Es werden nur noch Sachen zur Auswahl übrig bleiben, die gut für deinen Körper sind. So kannst du genießen und zugleich deinen Bedarf decken.

Bei alledem ist jedoch der Wunsch danach „alles essen zu dürfen“ gar nicht so verkehrt, wenn man ihn denn tatsächlich wörtlich nimmt. Der Mensch ist ein Allesfresser. Möglichst vielseitig und abwechslungsreich zu essen, ist in der Natur der sicherste Weg, um den Körper mit allem zu versorgen, was er braucht. Deshalb hat der Mensch von Natur aus ein Bedürfnis nach Abwechslung in seinem Speiseplan entwickelt.

Problematisch ist jedoch, dass die moderne Lebensmittelindustrie dieses natürliche Bedürfnis schamlos für ihre Zwecke ausnutzt. Schauen wir uns die Zusammensetzung moderner Convenience-Lebensmittel einmal näher an, zeigt sich, dass diese meist aus immer wieder dem gleichen Industriemist bestehen, kaum Vitalstoffe liefern, dafür aber Unmengen überflüssiger schneller Kohlenhydrate und gesundheitsschädlicher künstlich gehärteter Fette. Wirkliche Vielseitigkeit besteht lediglich in den Zugesetzten Aromen. Es ist übliche Praxis, dass die Hersteller einer Produktreihe regelmäßig neue Geschmacksrichtungen herausbringen. Damit wird der Kundenwunsch nach vermeintlich abwechslungsreichen Speisen zu barer Münze gemacht. Anders ist hier aber nur der Geschmack, nicht der Inhalt! Convenience-Lebensmittel gaukeln unserem Geschmackssinn lediglich vor, dass es sich um unterschiedliche Nahrung handeln würde. Unser biologisches Bedürfnis wird damit ausgetrickst. Für unseren Körper ist diese Ernährung extrem einseitig und hat mit „alles essen“ nicht allzu viel am Hut.

„Alles essen“, bzw. abwechslungsreich essen, bedeutet, jeden Tag ein anderes frisch zubereitetes Gemüse oder Fleisch von einem anderen Tier zu essen, nicht jeden Tage ein Industrielebensmittel in einer anderen Geschmacksrichtung.
Es gibt sehr viele Natürliche Lebensmittel und nahezu unendlich viele Möglichkeiten, diese zu immer wieder neuen Rezepten zu kombinieren. Dagegen gibt es nur eine endliche Anzahl an Convenience- Lebensmitteln. Wenn du also wirklich alles essen möchtest, dann gibt es einfach so viel zu probieren, dass du nur selten dazu kommen wirst, auf Convenience-Produkte zurückzugreifen. Wenn sich dann doch mal ab und zu ein solches in deinen Mund verirren sollte – Schwamm drüber – da du insgesamt vielseitig isst, hast du deinen Körper trotzdem mit allem versorgt, was er benötigt. Du wirst dann nicht gleich dick oder krank davon werden oder Muskelmasse verlieren.

Das Ernährungskonzept, für das bodyfit.tips steht, erlaubt dir im Grunde genommen, alles zu essen. Wichtig sind lediglich das Timing und die Mengenrelationen. So darfst du beispielsweise mehrmals pro Woche zuckerhaltige Speisen oder Getränke verzehren, wenn du diese vorzugsweise auf die Zeit nach dem Training verlegst. Ebenso ist es dir erlaubt, auch mal Lebensmittel mit hohem industriellen Verarbeitungsgrad zu essen, solange du es schaffst, damit die vorgegebenen Nährstoffrelationen einzuhalten und solange der Hauptanteil deiner Nahrung aus natürlichen Lebensmitteln besteht.
Also, worauf wartest du noch? Dein Körper wartet sehnsüchtig darauf, dass du seine Bedürfnisse erfüllst. Und glaube mir, er wird es dir danken!






Bildquellen:
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Wer schreibt hier?

John BodyfitIch bin John Bodyfit, der Autor hier auf deiner neuen Lieblings-Website. 😉

Ich bin ausgebildeter Fitnesstrainer mit verschiedenen Lizenzen, unter anderem in den Bereichen Fitnesstraining, Bodybuilding, Reha-Training und Ernährung. Seit vielen Jahren bin ich leidenschaftlicher Kraftsportler.

Bodyfit.tips habe ich ins Leben gerufen, um auf meine Art die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Ich versuche, dir hier möglichst ehrliche und unabhängige Tipps zu bieten, die dich wirklich weiter bringen (findet man im Web leider seltener als man denken würde). Es ist mein Anliegen, dir Inhalte zu liefern, die in die Tiefe gehen und dir echtes Verständnis für deinen Körper vermitteln.


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