Heute möchte ich dir ein bekanntes und doch nicht ganz alltägliches Lebensmittel vorstellen, dass besonders jetzt im Herbst in den Gemüseabteilungen die Blicke auf sich zieht: Den Kürbis. Warum der Kürbis für Kraft und Fitness- Sportler interessant sein kann und was du daraus machen kannst, erfährst du in diesem Artikel.
Warum Kürbis?
In einer gemäßigten Low Carb Ernährung, wie dem Bodyfit Ernährungskonzept für Kraft- und Fitness- Sportler, macht es Sinn, auf herkömmliche Kohlenhydratbeilagen, wie Nudeln, weißen Reis, Brot, Pommes, etc. so weit wie möglich zu verzichten.
Warum das so ist, erklärt ein kurzer Rückblick: In jener Zeit, als der Menschliche Körper entstand – nämlich der Steinzeit – standen uns diese modernen Kohlenhydrat-Träger noch nicht zur Verfügung. Deshalb braucht unser Körper diese Lebensmittel auch nicht, um gesund, stark und ästhetisch zu sein. Im Gegenteil, insbesondere wenn es um das Körperfett geht, sind sie dir ein echtes Hindernis. Der menschliche Körper ist gar nicht darauf eingestellt, so große Kohlenhydratmengen in so konzentrierter Form und mit so geringer Vitalstoffdichte aufzunehmen, wie das bei vielen modernen Kohlenhydrat-Trägern der Fall ist. Zumindest nicht permanent. In der Natur wäre das schlicht und einfach nicht möglich.
In warmen Mahlzeiten bietet es sich an, herkömmliche Kohlenhydratbeilagen durch eine zusätzliche Portion an Gemüse zu ersetzen. Neben der geringen Kohlenhydratdichte hat das den Vorteil, dass du deinem Körper große Mengen an Vitalstoffen zuführst (Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe). Diese werden zum Erhalt deiner sportlichen Leistung und für die Regeneration dringend benötigt. Wenn ausreichend Gemüse auf deinem Speiseplan steht, kannst du dir teure Präparate der Nahrungsergänzungsmittelindustrie sparen.
Gemüse allgemein enthält extrem wenig Kohlenhydrate. Damit wenigstens ein Mindestmaß an Kohlenhydraten dabei ist, macht es Sinn, entweder Obst zum Nachtisch zu essen, oder Gemüsesorten mit leicht gehobenem Kohlenhydratanteil zu verwenden. Wahrscheinlich werden die wenigsten dabei an den Kürbis denken. Das ist schade, denn der Kürbis ist eigentlich ein sehr spannendes und vielseitiges Gemüse. Und mit seinem Kohlenhydratgehalt von knapp 5g pro 100g eignet er sich hervorragend für unsere Low Carb Ernährung.
Der Kürbis ist reich an Vitamin A und Beta Karotin. Letzteres wirkt im Körper antioxidativ. Es schützt deine Zellen vor Schäden durch freie Radikale, die durch Sport oder beruflichen Stress vermehrt entstehen. Darüber hinaus enthält er die Mineralien Magnesium, Kalzium und Kalium, die unter anderem für die Tätigkeit deiner Muskeln und den Aufbau und Erhalt von Knochenmasse wichtig sind.
Die Kürbissaison
Der Kürbis wird in unseren Breiten von September bis November geerntet. In den Regalen der Supermärkte ist er vorrangig von August bis Dezember zu finden und in dieser Zeit auch am preisgünstigsten. Gerade das saisonal begrenzte Angebot macht den Kürbis attraktiv, bietet er doch so Abwechslung für unsere Geschmacksknospen und unseren Körper. Meistens weiß man eine Sache erst dann richtig zu schätzen, wenn sie nicht permanent verfügbar ist.
Was kann man mit Kürbis anfangen?
Dass der Kürbis so selten auf den Teller kommt, mag daran liegen, dass die wenigsten überhaupt wissen, wie man ihn zubereiten kann. Dabei ist der Kürbis vielseitiger als man denken würde.
Kürbis lässt sich auf folgende Arten zubereiten:
- Suppen
- Gebraten als Gemüsepfanne
- Gegart als Gemüsebeilage
- Aufläufe
- Chutneys
- Gegart als Salat
- Roh und geraspelt an Salaten
- Nudelersatz
- Marmelade
- Kuchen
Die letzten beiden Punkte sind, wie du dir wahrscheinlich denken kannst, für eine Low Carb Ernährung, bzw. Sportlerernährung weniger geeignet.
Kürbis als Nudelersatz
Kürbis Rezept: Rosmarin-Kürbisspalten
Noch mehr Kürbis Rezepte gefällig? Ein weiteres findest du hier: Kürbis Curry – bodyfit.tips
Nährwerte Kürbis
Nährwerte pro 100g
Energie | 24 kcal / 101 kJ |
Eiweiß | 1g |
Kohlenhydrate | 5g |
Fett | 0g |
Ballaststoffe | 2g |
Lagerung und Haltbarkeit
Da so ein Kürbis – je nach Sorte – eine mächtige Portion darstellen kann, stellt sich natürlich die Frage, wie lange er sich hält und wie man ihn am besten aufbewahrt. Angeschnitten bleibt ein Kürbis nur für wenige Tage frisch und sollte im Kühlschrank bevorratet werden. Ein unversehrter Kürbis kann dagegen bis zu 10 Monaten gelagert werden. Dazu muss allerdings ein kühler und frostfreier Ort gewählt werden, z.B. der Keller. Außerdem muss der Stiel noch dran sein. Gegarter Kürbis oder Kürbissuppe kann problemlos eingefroren werden. Roher Kürbis wird jedoch beim Einfrieren zäh, deshalb sollte er vor dem Einfrieren zumindest leicht angedünstet werden. Fertig eingefrorener und gewürfelter Kürbis ist auch ganzjährig im Handel erhältlich, zumindest in größeren Supermärkten, wie z.B. Kaufland. Von Kürbiskonserven im Glas ist dagegen abzuraten. Hier sind Zucker und Lebensmittelzusätze zugesetzt.
Fazit:
Kürbis kann eine echte Bereicherung für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Sportler-Ernährung darstellen.
Bildquellen:
stockvault
Ramsey